F(requently) A(sked) Q(uestions) ber den Anbau von Hanf

AUCH NACH DEM URTEIL DES BUNDESVERFASSUNGSGERICHTS IST DER ANBAU VON HANF
OHNE EINE ERLAUBNIS DES BMFG VERBOTEN. EINE VERBREITUNG DIESER FAQ KANN VON
DEN DEUTSCHEN STRAFVERFOLGUNGSBEHOERDEN ALS UNTERSTUETZUNG EINER 
STRAFTAT
UND SEINE WEITERGABE AN MINDERJAEHRIGE ALS VERFUERUNG GEWERTET WERDEN. DER
ANONYME AUTOR VERZICHTET HIERMIT AUSDRUECKLICH AUF ALLE URHEBERRECHTE.

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!!! ANBAU VON HANF IST IN DER BRD STRAFBAR !!!
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0. INHALT

1. BESCHAFFUNG VON JUNGPFLANZEN
1.1 AUFZUCHT AUS SAMEN
1.2 AUFZUCHT ALS STECKLING

2. AUFZUCHT
2.1 BELEUCHTUNG
2.2 UMTOPFEN
2.3 GIESSEN UND DNGEN
2.4 BESCHNEIDUNG
2.5 AUFZUCHT IM FREIEN

3. BLTE UND ERNTE
3.1 DIE MNNLICHE BLTE
3.2 DIE WEIBLICHE BLTE
3.3 DIE ERNTE

4. VERARBEITUNG DER ERNTE
4.1 FERMENTIERUNG
4.2 HASCHISCH HERSTELLUNG

5. LITERATUR

6. BESCHAFFUNGSHINWEISE


1. Beschaffung von Jungpflanzen

1.1 Aufzucht aus Samen

Da in den Samen kein THC enthalten ist, ist der Kauf und Verkauf von
Hanfsamen in der Bundesrepublik Deutschland erlaubt. Wichtig ist, eine
mglichst potente Sorte auszuwhlen, so ist der als Vogelfutter verwendete
Industriehanf nicht empfehlenswert, wohl aber hochgezchtete hollndische
Sorten. Diese Sorten unterscheiden sich nicht nur in der Potenz, sondern
auch in ihren Ansprchen an die Haltung. Fr den Anfnger am
empfehlendswertesten ist die Sorte `Skunk' (nicht zu verwechseln mit
`Skunk#1'), eine potente Sorte, die nur eine 9-wchentliche Photoperiode
braucht und recht gengsam ist.

Um den Samen zum Keimen zu bringen, wird er zrst 24 Stunden in Wasser
eingeweicht. Danach wird er in einen Torf-Aufzuchtballen gesetzt und dort
leicht mit Erde bedeckt. Der Aufzuchtballen sollte sich vorher etwa eine
Stunde lang mit Wasser vollgesogen haben. Am schnellsten keimt der Samen,
wenn er so vorbereitet in einem Gewchshausklima gehalten wird, so kann man
den Aufzuchtballen in eine Schssel stellen und mit durchsichtiger
Plastikfolie abdecken.

Die zweite Methode ist das Vorziehen in Hydrokultur. Nach dem 24-stndigem
Einweichen wird der Samen in ein Schlchen gegeben, dessen Boden mit
feuchtem Haushaltstuch bedeckt ist. Dieses Schlchen wird mit
durchsichtiger Plastikfolie abgedeckt. Sobald der Samen eine ca. 2cm lange
Wurzel hat, wird er vorsichtig (mit einer Pinzette) in einen Aufzuchtballen
gesetzt.

Bei beiden Methoden ist darauf zu achten, da der Samen weder austrocknet
noch schimmelt. Regelmig sollte er daher gelftet (sofern er mit Plasik
abgedeckt wurde) und gegossen werden (ohne da er schwimmt).

Bei der Aufzucht aus Samen mu man oft den jungen Stamm sttzen (z.B. mit
einem Zahnstocher und etws Bindfaden), weil er zu schnell wchst. Um den
Stamm zu strken sollte die Pflanze tglich leicht geschttelt werden.

1.2 Aufzucht als Steckling

Diese Methode funktioniert meiner Erfahrung nur mit weiblichen Pflanzen.
Von einer bereits greren Pflanze wird ein Steckling geschnitten. Das ist
ein Stck Stamm mit zwei Nodien (Blattpaaren). Der Steckling wird mit der
Schnittkante ins Wasser gestellt und beginnt dort nach ein bis zwei Wochen
zu wurzeln, wenn er ausreichend Licht erhlt. Sobald er ausreichend Wurzeln
gebildet hat wird der Steckling in einen Aufzuchtballen gepflanzt.


2. Aufzucht

2.1 Beleuchtung

Sptestens, wenn der Samen seine beiden Keimbltter geffnet hat, sollte er
16 bis 18 Stunden beleuchtet werden. Als Beleuchtung dienen
Leuchtstoffrhren mit einen speziell fr Pflanzen abgstimmten
Lichtspektrum. Bei mir beleuchten zwei 37W-Leuchtstoffrhren zwei Pflanzen,
wobei die Pflanzen in einem `Lichtkfig' stehen, so da das Licht optimal
ausgenutzt wird. Die Leuchten sind hhenverstellbar aufgehangen, die
Pflanzen wachsen bei mir immer kurz unterhalb der Leuchten.

In den Spezialhandlungen (siehe Beschaffungshinweise) gibt es noch andere
Beleuchtungsquellen, die geeigneter und billiger sein sollen. Entsprechende
Informationen kann man den Katalogen entnehmen.

2.2 Umtopfen

Sobald der Aufzuchtballen gut durchwurzelt ist (Wurzeln erscheinen an den
Seiten) wird das erste Mal umgetopft. Vorsichtig wird das Netz der
Aufzuchtballen entfernt (sollten die Wurzeln bereits durch das Netz
gewachsen sein, kann es auch drum bleiben), ohne da die Wurzel beschdigt
werden. Der komplette Ballen wird jetzt in einen mit vorgedngter Erde
gefllten 9cm-Topf gesetzt, so da die Oberseite des Ballens mit der
Oberkannte der Erde abschliet. Danach wird die Planze gewssert.

Ist die Pflanze grer geworden, wird sie ein zweites Mal in einen
25-30cm-Topf gepflanzt. Wer Probleme mit der richtigen Menge Giewasser
hat, kann jetzt auch `Seramis' benutzen - keinesfalls sollte man aber
Hydrokultursteine verwenden.

2.3 Gieen und Dngen

Das richtige Gieen ist das Schwierigste an der Pflanzenzucht, die meisten
Pflanzen werden regelrecht totgegossen. Als Regel gilt, die Erde sollte
feucht aber nicht na sein. Gegossen wird, sobald die Oberseite der Erde
trocken ist, sptesten aber, wenn die Pflanze ihre Bltter vor Durst hngen
lt (das schadet der Planze brigens noch nicht). Die Menge an Wasser
richtet sich nach der Blumentopfgre, nach einer halben Stunde sollte sich
im Untersetzer kein Wasser mehr befinden. Bei `Seramis' gilt: Erst gieen,
wenn die Steine der Oberseite trocken sind, die Giemenge betrgt etwa ein
Viertel des Topfvolumens.

Ist die Pflanze in frische vorgedngte Erde gesetzt worden, so ist eine
Dngung beim Gieen normalerweise nicht ntig. Sonst sollte man mit
normalen flssigen Stickstoffdnger fr Zimmerpflanzen nach Vorschrift
dngen. Weniger ist hierbei besser als zu viel.

2.4 Beschneidung

Um einen buschigen Wuchs zu erziehlen (und damit eine groe Ernte) wird die
Pflanze beschnitten. Nach ca. 5 Wochen besitzt die Pflanze 6-7 Blattpaare.
Die obersten zwei werden dicht ber dem Blattansatz des vierten oder
fnften Blattpaares abgeschnitten und knnen als Steckling benutzt oder
weiterverarbeitet werden. Weitere Beschneidungen knnen notwendig sein,
falls die Pflanze z.B. zu schnell wchst. Wichtig ist, da immer genug
Bltter stehen bleiben.

2.5 Aufzucht im Freien

Im Sommer ist eine Aufzucht im Freien (z. B. auf einem sonnigen Balkon
empfehlendswert. Die Pflanzen wachsen dann nicht so schnell, dafr aber
buschiger und strker. Sobald die Nchte wieder lnger werden kann man die
Pflanzen bei Bedarf unter Kunstlicht weiter ziehen. Hanfsorten mit kurzer
Photoperiode knnen ohne Probleme bis zur Blte gebracht werden, weil sie
auch bei den etwas schlechteren Wachstumsbedingungen ausreichend wachsen.


3. Blte und Ernte

Die Blte beginnt, sobald die Tage krzer werden. Bei den meisten Sorten
sind Tage mit Beleuchtungszeiten 12 Stunden oder weniger der Auslser der
Blte.

3.1 Die mnnliche Blte

Der mnnliche Bltentrieb entspringt einer Blattachsel. Er ist stark
verzweigt und es wachsen nur wenige Bltter an den Bltenstnden. Die
eigentliche Blte besteht aus fnf Kelchblttern. Die reifen Blten ffnen
sich und der Pollen wird vom Wind weggetragen.

Die mnnliche Blte wird auch durch das Alter der Pflanze ausglst. Die
mnnliche Pflanze ist die weniger Potente.

3.2 Die weibliche Blte

Auch die weibliche Blte entspringt der Blattachsel, im Gegensatz zur
mnnlichen Blte wchst sie aber nicht ber das Bltterdach hinaus. Sie ist
wesentlich kompakter und es wachsen Bltter im Bl\uetenstand.

Die weibliche Blte ist das Potenteste der Pflanze. Kufliches Grass
besteht meist nur aus weiblichen Blten.

3.3 Die Ernte

Sobald sich mnnliche Blten bilden sollten diese Pflanzen unbedingt
geerntet werden, um eine Befruchtung der weiblichen Pflanzen zu vermeiden.
Geerntet werden knnen die Bltenstnde und die Bltter, wobei insbesondere
die Bltter wenig potent sind, oft werden - wenn berhaupt - nur
Bltenstnde und Blattspitzen abgeerntet. Mnnliche Pflanzen werden nach
der Ernte abgeschnitten.

Die beste Ernte sind die weiblichen Blten. Sobald sie sich voll entwickelt
haben knnen sie einfach abgerissen werden, mglichst ohne die Blattachsel
zu beschdigen. Aus der Blattachsel kann eine neue Blte wachsen. Bildet
die Pflanze keine oder nur noch wenige Blten, so knnen ebenfalls die
Bltter bzw. Blattspitzen geerntet werden. Mann kann auch versuchen die
Pflanze neu zum Wachsen zu bringen: Alle Blten werden abgeschnitten und
die Pflanze auf etwa zwei drittel ihrer Gre gestutzt. Die Pflanze wird
gedngt und wieder 18 Stunden am Tag beleuchtet, in der Hoffnung, da sie
wieder neu raustreibt. War die Pflanze stark genug wird sie nach einer bis
zwei Wochen mit der Bildung von neuen Trieben antworten.


4. Verarbeitung der Ernte

4.1 Fermentierung

Soll die Ernte weder gegessen noch zur Haschischproduktion eingesetzt
werden, empfiehlt sich eine Fermentierung. Fermentieren heit, durch
Mikroorganismen das Chlorophyll der Pflanzen zu zerstren und dadurch den
Rauch angenehmer zu machen. 

Die zu fermentierenden Pflanzenteile werden locker in ein Gef gegeben,
das mit einem Deckel abgeschlossen wird. Nach etwa drei Tagen beginnt die
Fermentierung richtig in Gang zu kommen, das Gut wird in der Mitte warm und
es stinkt. Das Gut sollte jetzt tglich auf Schimmelpilzbildung berprft
werden und alle zwei Tage aufgelockert werden, einmal die Woche sollte es
lngere Zeit gelftet werden. Die Fermentierung ist beendet, wenn die
vorher grnen Pflanzenteile braun geworden sind. Dann werden sie
endgetrocknet, das Endprodukt sollte wie normaler Tabak auch noch wenig
Feucht sein. Wer es besonders eilig hat kann dem Gut Schnellkomposter
zugeben.

Pflanzen zu fermentieren ist nicht schwer und lt sich an beliebigen
Pflanzenteilen ben. Schimmel tritt dann nicht auf, wenn das Gut
ausreichend warm (bei Zimmertemperatur) gelagert und gut belftet wird.
Sollten sich doch Komplikationen ergeben, werden die Pflanzenteile schnell
getrocknet, indem man sie Beispielsweise locker auf einer alten Zeitung
ausbreitet.

4.2 Haschisch Herstellung

Die Herstellung von Haschisch aus einer Kleinproduktion lohnt sich meistens
nicht, da die Mengen sehr gering sind. Vollstndig getrocknete Bltenstnde
werden unzerkleinert in eine Metallrhre mit zwei Deckeln und einem glatten
Rand gegeben. Die Rhre wird geschlossen und stark geschttelt. Auf Grund
der statischen Aufladung bleiben die leichten Harzdrsen an der Wand
kleben, der unpotente Rest kann danach einfach von Rhrenboden genommen
werden. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis keine Harzdrsen mehr an der
Wand kleben. Die Harzdrsen von den Wnden knnen quasi beliebig lange ohne
Verlust an THC gelagert werden. Haschisch erhlt man, indem man die
Harzrsen zusammenpresst, dabei strmt das Harz aus.

Irrtmlicher Weise werden die Harzdrsen als Pollen verkauft.


5. Literatur

Hai & Rippchen: "Hanf Handbuch", Werner Pieper's Medienexperimente,
Der grne Zweig Nr. 173, ISBN 3-925817-73-5


6. Beschaffungshinweise

Hanfsamen drfen in der Bundesrepublik Deutschland legal gehandelt werden,
viele Headshops werden Euch eine Reihe von Sorten anbieten knnen. Daneben
gibt es noch auf Hanfsamen und Zubehr spezialisierte Versandhndler, deren
Katalog auch neueste Informationen ber die Sorten und deren Aufzucht
enthlt:

Growshop
llendahler Strae 107
42109 Wuppertal

Sensi Seed Bank
Oudezijd Achterburgwal 105
PF 2662
NL-1000 CR Amsterdam

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